Stellungnahme
Protokoll über die außerordentliche Schulkonferenz der RS Neheim
Anhörung der Schulkonferenz der Städt. Realschule Neheim zur geplanten Beschlussfassung des Rates der Stadt Arnsberg zur sukzessiven Auflösung der Städt. Realschule Neheim ab dem Schuljahr 2012/2013
Frau Hackmann wurde vom Fachdienstleiter des Fachdienstes Schule der Stadt Arnsberg, Herrn Jochen Krautstein, informiert, dass der Rat der Stadt Arnsberg formell den Beschluss fassen muss, die Städt. Realschule Neheim mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 sukzessive aufzulösen. Gemäß § 76 Schulgesetz unterliegt diese Entscheidung der Mitwirkungspflicht (Anhörung) der Schulkonferenz der Städt. Realschule Neheim. Im Falle einer Stellungnahme der Schulkonferenz ist diese bis zum 20. Januar 2012 Herrn Krautstein zuzuleiten. Hierzu wird die Schulkonferenz einberufen bzw. angehört.
Beschluss der Schulkonferenz:
Die Schulkonferenz der Städt. Realschule Neheim spricht sich einstimmig gegen die Auflösung bzw. für den Erhalt der Städt. Realschule Neheim aus und fordert den Rat der Stadt Arnsberg auf, die Auflösung nicht zu beschließen.
Begründung:
- Die Städt. Realschule Neheim hat ein strukturiertes und ausgearbeitetes pädagogisches Konzept, das sich seit Jahren bewährt. Dafür sprechen die Anmeldezahlen der letzten Jahre. Sie stellt im Stadtteil Neheim eine voll akzeptierte und verlässliche Schulform dar.
- Die prognostizierte Schülerzahl für die Städt. Realschule Neheim gemäß Statistik der Stadt Arnsberg zeigt, dass auch für die nächsten Jahre genügend Schüleranmeldungen vorhanden sind. (Rückgang der Anmeldezahlen für die Städt. Realschule Neheim im Schuljahr 2014/2015; 72 Anmeldungen im Jahr 2017/2018 gemäß Vorlage „Qualitative Schulentwicklung: Neue Sekundarschulen in der Stadt Arnsberg“ vom 23. November 2011.)
- Die Zusammenlegung der Städt. Gemeinschaftshauptschule Binnerfeld und der Städt. Kath. Bekenntnishauptschule „Grimmeschule“ wäre eine gute momentane Alternative. (Notwendige Existenzgröße prognostiziert bis zum Schuljahr 2017/2018 oder 2018/2019 gemäß Vorlage „Qualitative Schulentwicklung: Neue Sekundarschulen in der Stadt Arnsberg“ vom 23. November 2011.)
- Die Vielfalt der Bildungsgänge innerhalb der Stadt Arnsberg bliebe erhalten, wenn die beiden vorgenannten Hauptschulen zusammengelegt würden und die Städt. Realschule Neheim erhalten bliebe. Somit bietet sich jedem Schüler ein breitgefächertes Bildungsangebot.
- Um eine neue Schule aufzubauen, sollte im Sinne aller Beteiligten ein gut durchdachtes, schlüssiges pädagogisches und räumliches Konzept vorhanden sein. Dieses liegt bei der Einrichtung der neuen Sekundarschule nicht vor.
Ausblick:
Die Schulkonferenz der Städt. Realschule Neheim sieht durchaus langfristig die Notwendigkeit einer Veränderung innerhalb der Schullandschaft in Neheim, zum Beispiel durch die Errichtung einer Sekundarschule, warnt jedoch vor dem Zeitpunkt der Umsetzung zum Schuljahr 2012/2013, da kein schlüssiges, strukturiertes Konzept für diese Schulform vorliegt. Um den Erfolg einer neuen Schulform zu garantieren, ist eine Planungszeit von wenigstens einem Jahr nötig. Alle Beteiligten sollten in solch eine Planungsphase konstruktiv miteinbezogen werden.
Arnsberg, 18. Januar 2012
Städt. Realschule Neheim
Uwe Werner (2. Konrektor/Protokollführer)
Renate Hackmann (Schulleitung)

