Schulprogramm
Festgeschriebene Vorhaben der Realschule Neheim
Wie alle Vorhaben, die bei kluger Nutzung von Zeit und Rahmenbedingungen bestmöglich umgesetzt werden sollen, braucht auch Schule ein 'Programm'. Sie muss sich klar darüber sein, welche Ziele sie erreichen will, welche Schwerpunkte sie setzen möchte und wann welche Punkte in Angriff genommen werden sollen.
Genau genommen ist es ein Programm für Schüler, denn es soll sie möglichst gut auf das Leben nach der Schule vorbereiten. Damit das gelingt, planen Schulleitung und Lehrer das Schulleben so optimal wie möglich, wobei sie außenstehende Einrichtungen mit einbeziehen. Und natürlich arbeiten auch - manchmal sogar, ohne sich dessen bewusst zu sein - die Eltern und Schüler daran mit. Über besonders wichtige Punkte entscheiden sie in der Schulkonferenz mit. Und da es sich um ein lebendiges Konzept handelt, das Überholtes beiseite schieben und auf neue Herausforderungen reagieren muss, verändert es sich ständig.
Übergang von den Grundschulen zur Realschule Neheim
Das Schulministerium hat die Broschüre „Die Sekundarstufe I in NRW: Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen: Eine Informationen für Eltern herausgegeben“.
Dort heißt es:
„Die Beratungen während der Grundschulzeit, insbesondere in der vierten Klasse, sind eine gute Voraussetzung für eine verantwortliche Entscheidung der Eltern. Die wichtigste Grundlage bietet jedoch die begründete Empfehlung der Grundschule, die die Eltern mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 4 erhalten. Nach der Entscheidung für eine Schulform melden die Eltern ihre Kinder im Februar an der gewählten Schule an.
[...] Voraussichtlich zum Schuljahr 2007/2008 [...] wird ein verbindliches Grundschulgutachten eingeführt.
Manchmal übersteigt die Zahl der angemeldeten Kinder an einer Schule die Aufnahmekapazität. In diesem Fall wird von Schule, Schulaufsicht und Schulträger versucht, dem Elternwunsch auf andere Weise gerecht zu werden.“
Tag der offenen Tür
Für die Grundschüler der vierten Klassen findet im Januar ein Tag der offenen Tür statt, an dem sämtliche Fragen zum Übergang zur Realschule im Gespräch mit der Schulleitung und den einzelnen Kollegen geklärt werden können. Ihr / Sie haben an diesem Tag die Gelegenheit, eine allgemeine Einführung zur pädagogischen Arbeit an der Realschule Neheim zu bekommen und sich sofern Sie das wünschen, von einzelnen Kollegen durch die Schule führen zu lassen. Im Bereich der Naturwissenschaften können Ihre Kinder in einzelnen Fächer Experimente durchführen: etwa in Chemie, Biologie und Physik. Im Fach Werken und im Textilunterricht können die Kinder einzelne Produkte anfertigen, das Fach Informatik wird in einem unserer beiden Fachräume erläutert, Unterrichtssoftware wird vorgestellt.
Proben des Schulchores und der Theater AG können ebenfalls besucht werden, vielleicht spielt Ihr Sohn / Ihre Tochter auch schon an diesem Nachmittag in unserer Theater AG mit und übernimmt eine kleine Rolle.
In einem Schuljahresrückblick möchten wir euch bzw. Ihnen die Arbeit an unserer Schule mithilfe einer Power-Point-Präsentation erläutern. Hier findet ihr - finden Sie Bilder der Einschulung unserer Fünftklässler, Berichte über einzelne Projekte und Klassenfahrten in Klasse 6 und 9, die Arbeit der Theater AG und unseres Schulchores insbesondere bei der jährlich stattfindenden Weihnachtsfeier sowie die Entlassung unserer Zehntklässler.
Kennenlernnachmittage für „Unsere Neuen“
Damit „aller Anfang“ nicht schwer fällt, greift unser Schulprogramm bereits, bevor die Realschulanfänger in das fünfte Schuljahr kommen. Eine Führung durch die Schule soll dafür sorgen, dass Eltern und Schüler sich darüber klar werden können, ob sie unsere Schule besuchen wollen oder nicht. Nach der Anmeldung und Aufnahme folgt dann als zweiter Schritt der Kennenlernnachmittag, an dem die Schülerinnen und Schüler ihre Klassenlehrer und ihre Klassenpaten, die Mitschüler und ihren Klassenraum kennenlernen, während die Eltern mit den wichtigsten Regelungen und Konzepten, aber auch dem Förderverein der Schule vertraut gemacht werden.
Jahrgangsstufe 5 - Nicht aller Anfang ist leicht
Der Unterricht der 5. Klassen wird auf möglichst wenige Lehrer verteilt, damit sich die Kinder nicht an zu viele neue Lehrer gewöhnen müssen. In einer Schulrallye erkunden sie das Gebäude, lernen die Schulumgebung und einen sicheren Schulweg kennen. Im Methodenunterricht lernen sie zunächst, ihre Arbeit zu organisieren. "Wie sieht mein Arbeitsplatz aus, wie erledige ich meine Hausaufgaben, wie führe ich Hefte und Mappen?" Schon bald heißt es auch: "Wie bereite ich mich auf Klassenarbeiten vor?" Und wenn es nicht klappt, greift der Förderunterricht, der in den Hauptfächern angeboten wird und möglichst vom eigenen Fachlehrer durchgeführt wird. Das gilt auch für das Fach Englisch, das als erste Fremdsprache ein Hauptfach ist. In einem Halbjahreskurs erlernen die Schüler die wichtigsten Dinge am PC. Zweimal im Jahr finden Erprobungsstufenkonferenzen statt, bei der die Lehrer den Lernfortschritt jedes einzelnen Schülers besprechen. An speziellen Sprechtagen können sich die Eltern ausgiebig informieren. Die Eltern sollen aber auch lernen: Damit sie wissen, was Methodenunterricht bedeutet, dürfen sie selbst an einem Abend zu diesem Thema die Schulbank drücken.
Jahrgangsstufe 6 - Die zweite Fremdsprache kommt
Das Methodenlernen wird in Klasse 6 fortgesetzt. Themenbereiche sind systematisches Lesen, Texterfassung, Informationen zusammenfassen, der Umgang mit Mind-Maps und Nachschlagewerken. Auch der Förderunterricht wird fortgeführt. Gleichzeitig erlernen die Schüler als zweite Fremdsprache Französisch. Parallel dazu wird Politik Schwerpunktfach. Unter anderem geht es darum, Berufe kennenzulernen und über eigene Berufswünsche und den 'Traumberuf' nachzudenken. Außerdem stehen Sozialtraining im Fairmobil und eine dreitägige Klassenfahrt an. Wieder gibt es Erprobungsstufenkonferenzen, und am Ende des Schuljahres entscheidet sich, wer bleiben kann und wer nicht.
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Jahrgangsstufe 7 - Vorbereitung auf die Differenzierung
Die Erprobungsstufe ist geschafft, doch jetzt heißt es erst recht, sich zu bewähren. Schwerpunkt der Methodenarbeit ist das Referatetraining. Wieder geht es im Politikunterricht um die eigene Lebensplanung: "Wie stelle ich mir meine eigene Zukunft vor?" Die Schüler lernen Frauen- und Männerberufe kennen und diskutieren das Für und Wider von Mädchen in Männerberufen. Noch vor Jahresende lädt die Schule Eltern und Schüler ein, sich über die Differenzierungsmöglichkeiten zu informieren. Derzeit gibt es die Möglichkeit, ein naturwissenschaftliches Hauptfach, Informatik, Sozialwissenschaften oder die zweite Fremdsprache als Hauptfach zu wählen.
Jahrgangsstufe 8 - Lernstandserhebungen
Jeder Schüler hat ein viertes Hauptfach gewählt, der Klassenverband wird zeitweise aufgelöst und die Schüler werden nun auch in Kursen unterrichtet. Von nun an gibt es auch spezielle 'Kurstage', an denen kursbezogene Projekte oder Fahrten stattfinden können. Bezüglich der Berufswahlvorbereitung geht es um die Erschließung neuer Berufsfelder für Mädchen, ein erstes Kennenlernen des Berufsberaters und die Vorbereitungen auf das Betriebspraktikum. In den Jahren 2007 und 2008 finden jeweils im Mai die Lernstandserhebungen in den Hauptfächern statt, die der Qualitätssicherung dienen und sicher stellen sollen, dass alle Schüler vergleichbarer Schulen in etwa dieselben Leistungen erbringen können. Außerdem liefern die Lernstandserhebungen Aufschlüsse über das bisher Gelernte und über eventuellen Nachholbedarf.
Die entsprechenden Termine stehen in unserem Terminkalender unter Aktuelles.
Eine Elterninformation sowie eine Powerpointpräsentation zum Thema Lernstandserhebungen ebenso wie die Aufgaben von 2004 bis 2006 finden Sie, wenn Sie auf die entsprechenden Begriffe doppelklicken.
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Jahrgangsstufe 9 - Betriebspraktikum und Abschlussfahrt
In den 9. (und 10.) Klassen stehen jeweils mehrere PC-Arbeitsplätze zur Verfügung, die die Schüler in Freistunden nutzen können. Auf Dauer sollen aber auch alle übrigen Klassen so ausgestattet werden. Im Stundenplan neu sind die Wahlpflichtfächer II, also Arbeitsgemeinschaften wie Hauswirtschaft, Elektronik, Garten, Theater usw. Der Mofa-Kurs, der den Erwerb des Mofa-Führerscheins einschließt, ist besonders beliebt. Die Berufswahlvorbereitungen werden im Politikunterricht und im Deutschunterricht fortgeführt. Neben dem Erstellen von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben geht es um Bewerberprofile. Zusätzlich zu einem Berufserkundungstag wird das Berufsinformationszentrum besucht. Die individuelle Berufsberatung ist in Schülersprechstunden oder am Elternsprechtag beim Berufsberater möglich. Höhepunkt ist schließlich das dreiwöchige, in der Schule vorbereitete und von der Schule begleitete Betriebspraktikum. Noch mehr aber freuen sich fast alle Schüler auf die einwöchige Abschlussfahrt, die je nach Terminlage schon im zweiten Halbjahr der 9. Klasse stattfindet, damit es in der 10. Klasse nicht zu terminlichen Engpässen kommt.
Seit dem Schuljahr 2008/2009 nehmen wir jedes Jahr an dem Projekt Babybedenkzeit teil, welches durch das Jugendzentrum Hüsten, Frau Alliger Friebe, und das KiJu Neheim, Frau Brechmann begleitet wird. Zu diesem Projekt gehört ebenfalls der Besuch von Frau Ossenbrink von der Schwangerschaftskonfliktberatung des Hochsauerlandkreises, die den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 die einzelnen Verhütungsmittel erläutert. Zusätzlich dazu besteht für unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Sprechstunde von Frau Ossenbrink im Gesundheitsamt Arnsberg zu besuchen.
Jahrgangsstufe 10 - Zentrale Prüfungen und Abschluss
In der 10. Klasse werden Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche, aber auch Bewerbungstests trainiert. Außerdem geht es um Informationen an den Berufskollegs und zu den weiterführenden Schulen im Hochsauerlandkreis. Hinzu kommen Informationsveranstaltungen der Krankenkassen und der Sozialversicherer, außerdem gibt es freiwillige Rechtskundekurse. Damit auch kulturelle Eindrücke haften bleiben, stehen freiwillige Theater- und/oder Musicalbesuche mit im Programm. Kurz vor Ende des Schuljahres finden dann die Zentralen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik statt, die die Abschlussnote zu 50% bestimmen. In der Abschlussfeier werden die Schüler dann in der Regel mit dem Zeugnis der Fachoberschulreife entlassen. Einige erhalten den Qualifikationsvermerk, der zum Übergang zum Gymnasium berechtigt.
Die Inhalte der ZAP finden Sie unter der Rubrik FAQ - ZAP 2010.
Die Termine für die ZAP 2010 stehen ebenfalls in unserem Terminkalender.

